Maria Verkündigung

Unbemerkt von der Weltöffentlichkeit hat die katholische Kirche am Montag, den 25. März, das Fest Maria Verkündigung gefeiert. Und das, obwohl es ohne den Inhalt des Festes völlig anders auf dieser Welt aussehen würde.

Ich selbst habe im italienischen Loreto schon die Mauern besichtigt, die dieses epochale Ereignis bezeugen. Die einfachen Steinmauern sind aus Nazareth nach Loreto verbracht worden, sie stammen höchstwahrscheinlich von Marias einfachem Haus. Selbst wenn man wegen der Authentizität dieser Mauern skeptisch ist: sie wurden über Jahrhunderte als eben diese Mauern verehrt, die Marias Erfahrung mit dem Engel Gabriel bezeugen.

Als Nicht-Katholik könnte man die Frage stellen, wieso die katholische Kirche sich noch immer diesem „überholten“ Glauben verschreibt, obwohl ja die Echtheit der Reliquien keineswegs sicher ist.

Gerade bei den Mauern von Loreto kann ich diese Frage beantworten: dass es Mauern gibt, die das Fest Maria Verkündigung bezeugen, betont die entscheidende Botschaft des Christentums, die sie von allen Religionen unterscheidet: dass es nämlich dem ewigen, allmächtigen Gott gefallen hat, in die menschliche Geschichte einzubrechen, dass sein Sohn wirklich und wahrhaftig mit uns Menschen gelebt hat, ja, dass er für uns gelebt hat, gelitten hat und gestorben ist.

Ohne Maria Verkündigung also kein Weihnachten, kein Ostern und kein Christentum. Ohne Reliquien die Frage, ob das alles wirklich passiert ist: in den Reliquien verehren wir Katholiken also den uns nahen Gott, Jesus Christus, unseren Bruder.

PAX